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In Coaching-Kontext werden häufig Begriffe verwendet, die nicht jedem bekannt sind. Darum findet sich an dieser Stelle ein kleines Coaching-Wörterbuch, das keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
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Life-Coaching
Logotherapie
 
Logotherapie
Als Logotherapie bezeichnet man die von Viktor Emil Frankl (Wiener Facharzt und Professor für Neurologie und Psychatrie, 1905 - 1997) entwickelte, sinnorientierte Psychotherapie.
Grundannahme der Logotherapie (Frankl verwendete als alternative Bezeichnung auch den Begriff der "Existenzanalyse") ist, dass der Mensch sein Leben in einen Sinnzusammenhang bringen möchte. Gelingt dies nicht, kommt es zu (psychischen) Erkrankungen (z. B.  Neurosen, Depressionen, Abhängigkeitserkrankungen).
Ziel der Logotherapie ist daher, Menschen zu helfen, einen Sinn im Leben zu finden und in der Folge gesunden zu können. Eine bekannte Methode der Logotherapie ist z. B.  die "Paradoxe Intention".

(aus www.coaching-lexikon.de von Christopher Rauen)  

Ergänzend dazu schreibt das Institut für Logotherapie und Existenzanalyse (www.logotherapie.net):
Logotherapie - nicht zu verwechseln mit Logopädie - ist sinnzentrierte Psychotherapie. Ihr Begründer, […] Prof. Dr. Viktor Frankl, stellt die Erkenntnis ins Zentrum seines Denkens, dass der Mensch seinem Wesen nach wert- und sinnorientiert ist.
Wird der Wille zum Sinn nachhaltig frustriert, so gerät der Mensch in eine Missbefindlichkeit, die eine Fülle von Fehlerlebensweisen, Fehlverhaltensweisen und neurotischen Störungen auslösen kann: Arbeitsunlust, Depressionen, Lebensmüdigkeit, Süchte, Apathie, Langeweile, nihilistische Anschauungen, noogen-neurotische Störungen und vieles andere.

Immer mehr gesunde und kranke Menschen, besonders der reichen Nationen, geraten in den Zustand der existentiellen Frustration: d. h. sie sind unfähig, einen Sinn in ihrem Leben zu entdecken und zu realisieren: weder im Privatleben, noch im Arbeitsleben, noch im Freizeitleben. Hier ist Sinnentdeckungshilfe zu leisten. Und zwar so, dass der Betroffene - im Vor-Blick auf seine objektive Situation und Rück-Blick auf seine spezifischen Fähigkeiten - seine ureigensten Sinnmöglichkeiten entdecken und verwirklichen kann. Entscheidend ist dabei, dass der Therapeut keine Sinnmöglichkeiten von sich aus anbietet, vielmehr den Patienten zur eigenständigen Sinnentdeckung und Sinnverwirklichung freisetzt.
Auf diese Weise aber wird die in der psychotherapeutischen Szene vielfach vernachlässigte Dimension des Geistes für den Heilungsprozess fruchtbar gemacht.

Das aber heißt: der Mensch wird nicht allein als psychosomatisches Wesen wahrgenommen: als Wesen, das Triebkonflikte (S. Freud) lösen muss, vielmehr vor allem als Wesen, das für seine Lebensgestaltung Verantwortung übernehmen und schöpferisch sein kann: in den Dimensionen der Kultur, Moralität, Technik und Religion und in den Grundrelationen: in der Beziehung des Menschen zu sich selbst und zum anderen Menschen, in der Beziehung des Menschen zur Natur und zum künstlichen Kosmos: zu Kultur und Zivilisation.  
 






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